Bioland-Imkerei Durst

Meine Betriebsweise:

 

Ich habe mich dazu entschieden, eine Imkerei nach ökologischen und biologischen Richtlinien und im Besonderen nach den Richtlinien von Bioland zu betreiben. Im Mai 2013 begann die Umstellung auf eine ökologische Betriebsweise. Seit Oktober 2013 bin ich Mitglied bei Bioland.

 

Dies bedeutet im Wesentlichen Folgendes:

Vermeidung von irgendwelchen Rückständen im Bienenwachs! Dazu muss zunächst das komplette Bienenwachs auf biologisch zertifiziertes Bienenwachs umgestellt werden. Nach Bioland-Richtlinien dürfen Mittelwände nur aus Neuwachs hergestellt werden. Neuwachs wird z. B. aus dem Entdecklungswachs oder aus Naturwaben gewonnen. Das Bienenwachs aus den Brutwaben, die schon mal aus Mittelwänden gebaut wurden, dürfen nicht ein zweites Mal zu Mittelwänden wiederverwendet werden. Durch diesen stetigen Kreislauf bleibt das Bienenwachs immer sehr schadstoffarm, was wiederum der Honigqualität zu Gute kommt, denn es werden dadurch weniger Schadstoffe durch Umwelteinflüsse an den Honig abgegeben!

 

In meinen Honigräumen befinden sich nur jungfreuliche Honigwaben, die noch nicht bebrütet wurden. Somit können auch keine Brutreste in den Honig gelangen.

 

Nach Bio-Richtlinien dürfen den Königinnen nicht mehr zur Schwarmvorbeugung ein Flügel gestutzt werden.

 

Meine Beuten habe ich mit einer ökologischen und unschädlichen Ölfarbe bzw. einfach nur mit Leinöl gestrichen.

 

In unseren Bienen-Völkern gibt es leider auch Parasiten (wie z. B. die Varroa-Milbe oder Tracheen-Milbe), die bekämpft werden müssen. Hierfür verwende ich nur natürlich vorkommende Säuren, wie z. B. die Ameisensäure und die Oxalsäure. Die Ameisensäure wird im Spätsommer über mehrere Tage verdunstet. Im Winter muss dann noch einmal mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe behandelt werden. Sowohl die Ameisensäure als auch die Oxalsäure sind natürliche Säuren und werden nach kurzer Zeit biologisch abgebaut und sind nicht fettlöslich. Somit hinterlassen sie keinerlei Rückstände im Bienenwachs!

Früher nahm man gerne Medikamente gegen die Varroa-Milbe, wie z. B. Perizin, Bayvarol, Apistan etc., her. Manche Imkerkollegen verwenden immernoch seltsame Mittel! Diese sind fettlöslich und haben sich im Laufe der Zeit in unserem Bienenwachs angesammelt. Außerdem haben die Milben daraufhin Resistenzen gebildet. Auch durch Umwelteinflüsse können sich mancherlei unschöne Stoffe im Bienenwachs ansammeln. Diese Stoffe können mit der Zeit auch an den Honig abgegeben werden und landen somit auch auf unserem Frühstücksbrötchen!

 

Regelmäßig müssen natürlich auch mal die Beuten gereinigt und desinfiziert werden. Manche Imker nehmen dazu Natronlauge (NaOH) her. Ich verwende dazu einen Lappen und einen Heißluftföhn, mit dem zum Einen alle Keime abgetötet werden und zum Anderen wird durch das Schmelzen von Wachs- und Propolis-Resten die Oberfläche versiegelt und auch durch die antibiotisch wirksamen Inhaltsstoffe des Propolis desinfiziert!

 

Mein Honig wird schonend behandelt, sodass möglichst wenig Inhaltsstoffe zerstört werden! Das heißt, wenn der Honig im Eimer hart geworden ist, muss er etwas erwärmt werden, um ihn abfüllbar zu machen. Dies geschieht auf schonendste Art und Weise, damit möglichst alle Inhaltsstoffe, wie z. B. Aromen, Vitamine, antibiotische Stoffe, Pollen, verschiedene Zuckerbestandteile, Mineralien etc. nicht zerstört werden und damit nicht verloren gehen! Während dieses Prozesses wird der Honig nochmals von Schmutzpartikeln gefiltert und gereinigt! Anschließend wird mein Honig noch gerührt, damit er cremig und feinkristallig wird.

 

Nach Bio-Richtlinien darf der Honig nicht zu fein gefiltert werden. Pollen ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs und würde bei einer zu feinen Filterung herausgefiltert werden. Pollen sollte sogar im Honig enthalten sein, weil er gesund ist und Allergiker desensibilisiert.

 

Im Spätsommer behalten die Bienen einen Teil ihres gesammelten Honigs für ihren Wintervorrat, und es darf natürlich auch nur biologisch hergestellter Zuckersirup gegeben werden.

 

Ich bin stets bemüht, meine Arbeitsweise und damit auch die Qualität zu verbessern! Dafür sind leider auch mancherlei teurere technische Hilfsmittel notwendig.

 

Ihr Matthias Durst

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